Zuletzt aktualisiert am September 13, 2021 von Roman

WordPress Plugins aktualisieren: 4 Wege wie Du WordPress Plugins Updaten kannst

Mit jeder neu erscheinenden WordPress-Plugin-Version wächst die Angst, dass “etwas schief geht”. Viele Nutzerinnen und Nutzer ignorieren weiterhin die Plugin-Updates, was zu einem größeren Risiko von Hackerangriffen und Kompatibilitätsproblemen führen kann. Willst du dieses Risiko wirklich eingehen?

WordPress Plugins werden von Drittanbietern entwickelt. Die meisten von ihnen verbessern ihre Plugins ständig, indem sie neue Funktionen hinzufügen, die Qualität des Codes verbessern und die Sicherheit gewährleisten. Diese Änderungen werden dann als Updates veröffentlicht.

Du solltest deine WordPress-Plugins immer auf dem neuesten Stand halten, um sicherzustellen, dass diese Änderungen sofort auf deiner Website angewendet werden. Das verbessert die Sicherheit von WordPress und die Leistung deiner Website.

Die gute Nachricht ist, dass ein Update deines WordPress Plugins weniger Zeit in Anspruch nimmt, als du für das Lesen dieses Artikels benötigst.

Zumindest werden diese wertvollen 5-10 Minuten um neues Wissen reicher sein, wenn du erfährst, wie du auf 4 einfache Arten Deine WordPress Plugins aktualisieren kannst.

Aber zuerst…

Bereit? Let´s go

Warum es wichtig ist, WordPress Plugins zu aktualisieren

Ich will kurz auf die wichtigsten Gründe eingehen, warum es so wichtig ist WordPress Plugins zu aktualisieren, wenn es Update dafür gibt.

Schutz vor Hackerangriffen

Die Beibehaltung einer älteren Version macht deine Website zu einem anfälligeren Ort für Hacker. Schließlich ist der Code deiner Website nicht mehr so sauber, dass er dich vor verschiedenen Angriffen schützen kann, so dass Hacker beliebigen Code ausführen können. Wie kannst du einen Fehler feststellen? WordPress benachrichtigt die Nutzer/innen hin und wieder über alle entdeckten Fehler in seinem Newsletter. Aber seien wir ehrlich: Das bloße “Bekanntwerden” von Fehlern ist nichts im Vergleich zu ihrer Vorbeugung.

Ältere Fehler beheben

Der Hauptgrund für häufige WordPress-Plugin-Aktualisierungen ist, dass sie einen großen Beitrag zur Behebung älterer Fehler leisten. Die Entwickler beseitigen aufkommende Fehler, um ein besseres Nutzererlebnis zu schaffen. Stell dir vor, jedes deiner installierten Plugins enthält mindestens einen einzigen Fehler – wäre das für deine WordPress Website oder Deinen Blog vorteilhaft?

Neue (und bessere) Funktionen

Nichts begeistert WordPress-Freaks so sehr für Plugin-Updates wie die Möglichkeit, neue Funktionen zu testen. Die Entwickler wissen das, also reißen sie sich darum, mit neuen und innovativen Funktionen herauszustechen. Warum nicht die Chance nutzen?

Das solltest du beachten, bevor du WordPress Plugin Updates durchführst.

WordPress-Plugins zu aktualisieren ist keine Raketenwissenschaft und es ist okay, wenn du ein kompletter Neuling bist. Aber wo wir gerade von Software sprechen: Es läuft nicht immer alles glatt. Das Plugin-Update kann unerwünschte Auswirkungen auf die Leistung der Website haben.

Aber keine Sorge. Mit diesen sieben Vorsichtsmaßnahmen bleibt deine Website sicher und gesund (sie wird sogar noch besser):

  • Erstelle Backups. Updates mit schlechtem Code haben ein höheres Risiko, Konflikte im WordPress-Kern, anderen Plugins oder Themes zu verursachen. Update-Fehler treten selten auf, aber wie man so schön sagt: “Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste”. Erstelle Backups, damit du die Möglichkeit hast, das Update rückgängig zu machen.
  • Schalte automatische Updates für neu installierte Plugins aus. Automatische Plugin-Updates sind unerwünscht, weil sie außer Kontrolle geraten können. Ich empfehle, diese Option für neue Plugins zu deaktivieren und erst wieder einzuschalten, nachdem du die Zuverlässigkeit des Plugins getestet hast.
  • Teste die Aktualisierung auf einer lokalen Website. Es ist sehr empfehlenswert, eine lokale Test- oder Zwischen-Website einzurichten, um die Aktualisierungen zu prüfen, bevor sie auf einer echten Website installiert werden.
  • Führe die Aktualisierungen in Zeiten mit wenig Traffic durch. Wenn das Update Probleme verursacht, wird es so wenige Besucher wie möglich betreffen.
  • Warte mehrere Tage nach der Veröffentlichung. Manche Fehler und Konflikte werden erst nach ihrer Veröffentlichung sichtbar. Aktualisierungen, die keine Priorität haben, können mehrere Tage warten, bis die Entwickler ihre Fehler herausfinden und daran arbeiten.
  • Aktualisiere NICHT alle Plugins auf einmal. Diese Option scheint verlockend, um deine kostbare Zeit zu sparen. Doch durch einzelne Updates können die Nutzer/innen besser verstehen, welche Plugins die aktuellen Website-Fehler verursachen könnten.
  • Finde das Datum des letzten Plugin-Updates heraus. Die Entwickler arbeiten ständig an der Verbesserung der Softwarefunktionen. Beliebte und zuverlässige Plugins werden alle 3-4 Wochen aktualisiert.

4 Wege, wie du Plugins in WordPress aktualisieren kannst

WordPress verfügt über ein eingebautes Update-System. Es sucht automatisch nach Updates und benachrichtigt dich, wenn Updates für deine WordPress-Plugins, Themes und die WordPress-Kernsoftware verfügbar sind.

WordPress Plugins Updates Aktualisierungen

Ich möchte dir 4 Schritt-für-Schritt-Anleitungen geben, wie du ein WordPress-Plugin aktualisieren kannst, basierend auf 4 einfachen Methoden:

  • Vollautomatische Plugin Updates
  • Automatische Aktualisierung (Ein-Klick-Lösung);
  • Halbautomatisch (von der Verwaltungsseite aus);
  • Manuell.

#1 Voll Automatische WordPress Plugin Aktualisierungen

Du hast aber vielleicht schon bemerkt, dass einige der WordPress Plugins häufiger aktualisiert werden als andere. Viele beliebte Plugins werden fast wöchentlich aktualisiert.

Manche Nutzer/innen empfinden es als störend, dass jedes Mal, wenn sie sich einloggen, ein Update für ein oder mehrere Plugins verfügbar ist.

Was wäre, wenn du vertrauenswürdigen Entwicklern erlauben könntest, Plugins automatisch zu aktualisieren?

Schauen wir uns also an, wie du Plugins in WordPress automatisch aktualisieren kannst.

WordPress führt mit WordPress 5.5 automatische Updates für WordPress-Plugins und -Themes ein. Damit kannst du automatische Updates für einzelne WordPress-Plugins und -Themes direkt in deinem WordPress-Dashboard aktivieren.

Besuche einfach die Seite Plugins >> Installierte Plugins im WordPress-Adminbereich. Hier siehst du eine Liste aller deiner installierten Plugins mit einem Link zu “Automatische Aktualisierungen aktivieren” neben jedem Plugin.

WordPress Plugins automatische Aktualsiereungen aktivieren

Du musst auf den Link ” Automatische Aktualisierungen aktivieren” klicken, um die automatischen Updates für einzelne Plugins zu aktivieren.

Das war’s schon. WordPress aktualisiert diese Plugins jetzt automatisch, sobald eine neue Version verfügbar ist. Außerdem erhältst du eine E-Mail-Benachrichtigung, sobald ein neues Update auf deiner Website installiert ist.

Automatische Plugin Aktualisierungen deaktivieren

Wenn Du die automatischen WordPress Plugin Aktualisierungen wieder deaktivieren willst, geh einfach auf die Plugins Seite und auf den Link “Automatische Aktualisierung aktiviert” und danach bei den Plugins, bei denen Du automatische Aktualisierungen deaktivieren und abschalten willst, einfach auf “Automatische Aktualisierungen deaktivieren

WordPress Plugins automatische Aktualsierungen deaktivieren

#2 Automatisches Update (Ein-Klick-Lösung)

Automatische Updates per ein Klick Lösung funktionieren gut mit den Plugins, die du direkt im Admin-Panel gefunden hast. Du wirst immer über verfügbare Updates benachrichtigt und diese Benachrichtigungen werden an zwei Stellen angezeigt – im Plugins-Menü und im WordPress-Dashboard.

In der aktuellen Liste der Plugins und insbesondere unter “verfügbare Aktualsierungen” sehen wir die Benachrichtigung über die neuere Version der Plugins, die ich derzeit auf meiner Website habe. Klicke auf die Schaltfläche “Jetzt aktualisieren” und warte, bis die Aktualisierung abgeschlossen ist.

WordPress Plugins verfügbare Aktualisierungen

Wenn es Aktualisierungen für mehrere Plugins auf deiner Website gibt, kannst du diese Plugins schnell überprüfen und gemeinsam aktualisieren.

Dazu musst du die Seite Plugins besuchen und auf den Link “Verfügbare Aktualisierungen” klicken.

Dadurch wird dir eine Liste aller Plugins angezeigt, für die Updates verfügbar sind.

Markiere die erforderlichen Plugins und wähle “Aktualisieren” aus der Liste der Aktionen im Dropdown-Menü, das aufklappt wenn Du oben auf der Seite auf “Mehrfachaktionen” klickst.

Fertig!

Automatische Updates sind so einfach wie 1 2 3, aber sie sind nicht immer die ultimative Lösung.

Deshalb gibt es noch 2 weitere Möglichkeiten: die halbautomatische und die manuelle Aktualisierung von WordPress-Plugins.

#3 Halb-automatisches Update

Bei dieser Methode musst du die ZIP-Datei mit der neuesten Version des Plugins von wordpress.org, von den Websites der Plugin-Entwickler oder von Marktplätzen Dritter herunterladen.

Doch bevor du sie in WordPress hochlädst, musst du die ältere Plugin-Version deaktivieren/entfernen. Wenn du im Menü “Plugins” die Liste der installierten Plugins aufrufst, kannst du das Plugin deaktivieren und es dann vollständig aus dem Adminbereich entfernen:

WordPress Plugin deaktivieren

Danach installierst Du das WordPress Plugin so, wie ich es in dieser Anleitung beschrieben habe:

Wie du ein WordPress Plugin installieren kannst – Schritt für Schritt Anleitung für Einsteiger

Abschließend musst Du das Plugin nur nochmal aktivieren und das neue Update ist Live.

#4 WordPress-Plugin manuell Aktualisieren

Was ist, wenn die anderen Methoden zur Aktualisierung des WordPress-Plugins fehlgeschlagen sind? Das kann an falschen Dateiberechtigungen, falschen Versionsnummern oder anderen Faktoren der Serverkonfiguration liegen.

In diesem Fall musst du dich mit der unordentlichsten (aber nicht super komplizierten) Option von allen dreien befassen und das WordPress-Plugin manuell aktualisieren.

Wie bei der vorherigen halbautomatischen Methode musst du die ZIP-Datei der neuesten Plugin-Version hochladen. Entpacke das Archiv mit der entsprechenden Software.

Jetzt brauchst du einen FTP-Client.

Um dich per FTP mit deiner Website zu verbinden, musst du den Namen deiner Website (Hostname) sowie deinen FTP-Benutzernamen und dein Passwort eingeben.

Finde den Ordner mit den Dateien deines Plugins und lösche diesen Inhalt aus deinem Archiv.

Die Installation der neuesten Plugin-Version beginnt ab diesem Punkt. Zuerst musst du den FTP-Client aufrufen, “Lokal” wählen und dann den neuen Plugin-Ordner auf deinem Computer suchen. Das ist der Ordner mit der neuesten Plugin-Version, die du zuvor aus dem Archiv extrahiert hast. Klicke mit der rechten Maustaste und wähle “Hochladen” aus dem FTP-Menü:

Jetzt musst du warten, bis der FTP-Client die Übertragung vom Plugin-Ordner auf deinem Computer zur Website abgeschlossen hat.

Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, solltest du auf der Seite Plugins das neu hochgeladene Plugin finden und es aktivieren. Geschafft!

Wie man das WordPress Plugin Update rückgängig machen kann

Manchmal kann ein Plugin-Update zu unerwarteten Ergebnissen führen, z. B. dass einige Plugin-Funktionen nicht richtig funktionieren.

In diesem Fall musst du das Plugin zunächst deaktivieren.

Wenn du im WordPress-Administrationsbereich auf die Seite Plugins zugreifen kannst, klicke einfach auf den Link “Deaktivieren” unter dem fehlerhaften Plugin.

Danach kannst du das WP-Rollback-Plugin installieren.

WP Rollback

Nach der Aktivierung kehrst du auf die Seite Plugins zurück und siehst unter jedem Plugin eine Rollback-Option. Wenn du darauf klickst, kannst du das Plugin auf eine beliebige frühere Version zurücksetzen.

Fazit – WordPress Plugins Aktualisieren

Es macht keinen Unterschied, ob du das WordPress-Plugin manuell aktualisierst oder dich für die Automatisierung der Updates entscheidest.

In jedem Fall bleibt das Ziel dasselbe: Die Aktualisierung des Plugins um die Leistung zu steigern und die Sicherheit deiner Website zu verbessern.

Die Entwickler tun ihr Bestes, um den Komfort und die Sicherheit der Nutzer/innen zu gewährleisten, und das solltest du nicht ignorieren.

WordPress Plugins Updates Aktualisierungen